
Der Schritt hin zu intelligenten UV-Lampen
Lange Zeit war das Geschäft mit UV-Lampen ziemlich einfach: Die Lampe geht aus – man ersetzt sie einfach durch eine neue. Doch die Dinge ändern sich. Wir bewegen uns weg von der reinen Vermarktung von Glaskörpern und Gasen hin zu Systemen, die tatsächlich Informationen an uns weitergeben können.
Wir sprechen hier von „intelligenten UV-Lampen“. Das sind Lampen, die nicht einfach nur leuchten, sondern auch über ihren Zustand sowie den verbrauchten Strombetrag in Echtzeit Bericht erstatten.
Kein Raten mehr, wann die Lampen ausgehen
Das Problem bei herkömmlichen UV-Lampen ist, dass man nicht weiß, ob sie bereits defekt sind – man merkt erst, wenn ein Produkt, das mit der Lampe behandelt wurde, nicht richtig geheilt ist oder sogar kontaminiert ist. Das ist ein Albtraum für alle, die eine Produktion steuern müssen.
Die neuen Lösungen beheben dieses Problem, indem Sensoren direkt in den Ballast oder den Lampenkopf integriert werden. Dadurch kann man den Stromverbrauch sowie die Intensität des Lichts überwachen. Durch die Überwachung von Spannungsabfällen und Strömschwankungen kann man genau erkennen, wann eine Lampe bald versagen wird – noch bevor es dazu kommt. Kein Raten mehr. Keine Hoffnung mehr, dass die Lampe noch eine Woche funktioniert.
Kompromisse: Verkabelung und Datenübertragung
Es ist nicht so einfach, wie einfach nur eine neue Lampe einzubauen. Die Integration solcher Telemetriesysteme bedeutet, dass eine Kommunikationsstruktur hinzugefügt werden muss – meist Modbus oder IO-Link.
Man kann diese Geräte nicht einfach in alte Steuereinheiten einbauen und erwarten, dass sie funktionieren. Man benötigt einen Controller, der in der Lage ist, die Datenströme zu verarbeiten. Ehrlich gesagt: Das erfordert etwas mehr Arbeit. Die Elektronik erhöht die Anfangskosten, und die Verkabelung wird etwas komplizierter. Zudem muss man sicherstellen, dass das Netzwerk in der Lage ist, Hunderte von Lampen gleichzeitig zu überwachen.
Was das für die Produktionsstätte bedeutet
Das Beste daran ist: Man kann endlich diesen nervigen Zyklus der „präventiven“ Ersetzung der Lampen beenden. Man wirft eine funktionierende Lampe einfach weg, nur weil ein Kalender anzeigt, dass sechs Monate vergangen sind. Das ist Geldverschwendung.
Stattdessen kann man die Effizienz der Lampen überwachen. Wenn der Stromverbrauch steigt, aber die UV-Leistung abnimmt, dann ist es an der Zeit, die Lampe zu ersetzen. Dadurch wird viel Müll vermieden und die Produktion bleibt weiterhin im Gange. Und wissen Sie was? Auch die Kühlsysteme müssen nicht ständig auf volle Leistung arbeiten. Da man die Wärmebelastung der UV-Lampen aus der Ferne überwachen kann, kann man die Kühlmittelmenge entsprechend anpassen. Es ist einfach eine intelligentere Art, die Produktionsstätte zu betreiben.