
Hören Sie auf, zu raten – wann Ihre UV-Lampen versagen werden!
Seit langem ist die industrielle UV-Härtung eine Methode, bei der man einfach alles einstellt und dann vergisst, weiter darüber nachzudenken. Man schaltet die Lampe ein, hofft auf das Beste – und betet, dass man nicht plötzlich mit einer Menge kaputter Teile konfrontiert wird, weil die Glühbirne über Nacht ausgefallen ist.
Das ist eine stressige Art, eine Produktionslinie zu betreiben.
Deshalb wollen wir die Lampe nun als „Datensource“ betrachten. Durch die Integration von Energiemonitoren direkt in die Geräte können wir endlich aufs Raten verzichten.
Wie es wirklich funktioniert
Die meisten UV-Lampen ziehen einen konstanten Stromverbrauch auf. Das Problem ist jedoch: Der Stromverbrauch bleibt zwar gleich, während die tatsächliche Lichtleistung abnimmt. Genau dann scheitert die Härtung der Materialien.
Wir haben daher Energie Sensoren sowie IoT-Gateways direkt in das Gehäuse der Lampen integriert. Nun kann man einfach auf ein Dashboard schauen, um den tatsächlichen Stromverbrauch sowie die Abnahme der Lichtintensität zu erkennen. So weiß man bereits im Voraus, wann die Lampe ihre Leistungsgrenze erreicht.
Der schwierige Teil: Die Hardware
Es klingt einfach – doch UV-Lampen werden sehr heiß. Wenn man einfach Elektronik direkt neben die Quarzkapsel stellt, werden diese innerhalb weniger Minuten beschädigt. Deshalb mussten wir isolierte Sensormodule sowie abgeschirmte Kabel verwenden, um alles kühl zu halten – und vor allem, um zu verhindern, dass die Hochspannungsquellen die Signale stören.
Ein Hinweis: Ihr Netzwerk muss dafür geeignet sein. Wenn in Ihrer Anlage „ tote Zonen“ oder instabiles WLAN vorhanden sind, dann ist eine „intelligente“ Lampe im Grunde nur eine normale Lampe mit teuren Komponenten darin.
Die Produktionslinie wird intelligenter
Die wirkliche Magie entsteht, wenn man diese Lampen mit dem PLC verbindet. Stellen Sie sich vor: Der Energiemonitor erkennt eine 10-prozentige Abnahme der UV-Intensität. Anstatt dass die Teile unvollständig gehärtet werden, verlangsamt das System automatisch den Transportprozess. Die Teile erhalten die erforderliche Dosis an Licht – und die Produktion läuft weiter.
Keine plötzlichen Stillstände. Kein Stress.
Man muss keine Lampen mehr wegen des Kalenderswechsels austauschen – sondern nur dann, wenn die Daten zeigen, dass es Zeit dafür ist. Das macht einfach Sinn.